Wir werden sichtbarer

Wen interessiert schon Demenz und die traurigen Geschichten, die diese unheilbare Krankheit produziert? Bis vor nicht allzu langer Zeit tatsächlich kaum jemanden. Demenz war ein Thema für die Generation 70 plus, der Stoff unsexy und nicht Leinwand tauglich. Das hat sich – zum Glück – geändert. Filme wie „Still Alice“ oder Till Schweigers „Honig im Kopf“ haben gezeigt, dass bei dieser Krankheit das ganz große Drama drin ist und sogar ein Oscar  für Julianne Moore als Hauptdarstellerin in „Still Alice“. Viele Demenz-Dokus sind in den vergangenen Monaten und Jahren im deutschen TV gelaufen. Viele Berichte und Reportagen habe ich in Zeitungen und Magazine gelesen, wie die bewegende Langzeitbegleitung „Sieben Jahre“ von Barbara Hardinghaus im Spiegel (leider hinter einer Paywall, aber es lohnt sich!).

Zwar setzen wohl die meisten Nicht-Betroffenen immer noch Alzheimer mit Demenz gleich – aber inzwischen dürfte so ziemlich jeder schon einmal gehört haben, was diese Krankheit bedeutet und dass sie leider auch Menschen weit vor dem Rentenalter treffen kann.

Inzwischen gibt es auch Podcasts zum Thema. Neulich habe ich den Demenz-Podcast von Christine Schön entdeckt. Ich empfehle ganz besonders die Folge 8 „Sexualität & Demenz“, ein heikles, aber um so wichtigeres Thema. Die Geschichte von meinem Mann und mir kommt auch in der Folge vor, anonym, genau wie hier.

Es macht Hoffnung, dass diese Krankheit mehr und mehr sicht- und nun auch hörbar wird.

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